Dienstag, 22. November 2011

Willkommen im Maxlrieder Künstlerhaus 1

Küche im Rohbau-Mauern mauert mein Mann

Wer wissen will, ewas ich im letzten Jahr so getan habe- anstatt wie ein vernünftiger Künstler-Mensch viele Bilder zu malen-  ich mosaikierte  unser neues Haus. ( Oder mosaikte? Kann man das denn so sagen??) Wir haben ein älteres Haus gekauft und dann (wir hatten ja keine Ahnung auf was wir uns da einlassen würden) umgebaut, gestritten, eingerissen, wild geschriehen, Türen versetzt, unflätig getobt, Rigipsplatten geschnitten, wahnsinnig Haare gerauft, Kacheln abgeschlagen, spuckende Tobsuchtanfälle bekommen, Betonarmierung entfernt, feuchte Heulkrämpfe entlasssen, Sanitärleitungen gelegt, kurz: Alles mit eigenen Händen umgestaltet und unser Maxlrieder Künstlerhaus daraus gemacht.(Die Maxlrieder-Gartenbilder kann man im Färberin's Text Blog besichtigen- leider fällt mir nie ein Text ein, dafür viele Bilder...)
 
Wir hatten vier Wochen kein warmes Wasser und Kochen konnten wir auch nicht.

Gleiche Ansicht wie das RohbauBild
Auch als Schweizerin muss man ab und zu hart arbeiten, besonders wenn man, wie mir passiert, den Schlüssel zu den geheimen unterirdischen Tresoren ( zu denen bekanntermaßen  j e d e ( r ) SchweizerInn  Zugang hat) nicht mehr findet und deshalb nicht mehr auf seine gebunkterten Goldreserven zurückgreifen kann. Als Emigrantin, seit fast dreissig Jahren im feindlichen Ausland und unter oberbayerischen Ureinwohnern, muss ich mich besonders fleißig zeigen, auch wenn ich in Wirklichkeit am liebsten faul in der Sonne läge... aber jeder muss seinen Lebens-Rucksack tragen, so auch ich. Sein Inhalt: Hammer, Steine, Fliesen, Kacheln etc.
Lieblingsbereich unserer Katzen, hochspringen (damit Hector ärgern), Milch schlabbern, Butter schlecken, so tun als wäre nichts und dabei deutliche Pfotenspuren hinterlassen...

Unsere Küchenbar, hier gelingen philosphische Betrachtungen bei einem gutem spanischen Rotwein exzellent!!

Bodenmosaik im Wohnbereich. habe ich schon erwähnt, dass wir einen Bungalow bewohnen. Alles auf einer Ebene, gut für unsere Tiere.
Im Wohnzimmer wurde das Parkett um ein "Dunkeleichegrässlichregal" herumgeschnitten, was wir aber erst beim Ausbau, eben dieses "Grässlichdunkeleicheregals" bemerkt hatten. Kühn wie ich damals noch war, habe ich mit einem wasserfesten Filzstift (am nächsten Tag, versuchte ich die Spuren mit Nagellackentferner zu beseitigen) quer durch den Raum eine flüssige Form gemalt und meinen geliebten und geduldigen Mann herausgefordert genau dieser genialisch hingehauchten Form entlang, das Parkett auszuschneiden.Mir blieb nichts anderes übrig, als ein Mosaik zu legen... .
 Übergangsbereich zum gefliesten Flur ( ältere Klinker), Anfang des Mosikstreifens beim Rundbogen und wie er sich dann in den Raum zieht.
Früher hatte ich noch Zeit zu malen...

Allerlei unnütze Kunst- wie Hector zu sagen pflegt
 Im Flur und was uns gefällt, sind die bogenförrmigen Durchgänge.
Die Wände waren dunkel Holz- also Holzpanele (eicherustikalloballo). Wir haben uns aber bewusst gegen neue Rigipsplatten im Wohnbereich entschieden, weil die gefühlte Raumtemperatur dadurch sinkt, Holz ist wärmer. Aber ich habe alles gestrichen, klar, es wäre viel zu dunkel. Es ist eben kein neues Haus und man kann mit diesem Charme auch spielen.
Badewanne im Rohbau
 Am Schrecklichsten für mich war, dass wir 8(888888) Monate keine Badewanne hatten. Fluch, Brüll, Schrei, Schluchz.
Die Dusche mussten wir relativ rasch machen, schließlich konnten wir uns ja nicht nur nach dem Sport (in diesem Falle Tischtennis) waschen. Es war wie auf dem Zeltplatz, im Urlaub, meistens war das Wasser kalt, dafür das Wetter warm.
Kleine Sitzbank und Podest (von mir gemauert, hält bis heute)

Mediterrane Details aus dem Badezimmer. Alles ist in Wellen und Schwüngen ausgedrückt.
Ich bin zwar fix und fertig, aber fertig bin ich noch lange nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen